Nach der Stunde

Eine Prozentzahl sagt nicht,
woran es lag.

Eine Trefferquote zählt auch, was nach zwei Fehlversuchen und einer Hilfe noch richtig wurde. Sie mischt eine schwere Wortfindungsübung mit einer leichten Adjektiv-Aufgabe. Sie ist rechnerisch richtig und für die nächste Stunde unbrauchbar.

62 %

Trefferquote über sieben Mats

Von 34 Fehlern waren 27 phonologisch.

phonologisch 27
semantisch 4
visuell 2
ohne Angabe 1

Das ist keine Punktzahl mehr. Das ist die Richtung für die nächste Stunde.

Und bei jeder einzelnen Aufgabe steht, warum der Ablenker einer war.

Nicht „Aufgabe 1, nicht korrekt, 57,7 Sekunden“. Sondern die Aufgabe beim Namen, die Art des Fehlgriffs und die Notiz, die du beim Bauen dazugeschrieben hast.

Sitzung vom 9. September Minimalpaare · 12 Aufgaben · 8 auf Anhieb
Käfig — Buchstabe einsetzen
phonologisch — Frikativ, andere Stelle
2 Versuche
Kanne — Bild wählen
phonologisch — öffnet das Wort zu „Hand“
1 Hilfe
Gitarre — benennen
Oberbegriff gehört, dann gefunden
14 s
Stiefel — Bild wählen
auf Anhieb
4 s

Beispiel mit erfundenem Inhalt. Echte Zuordnungen erscheinen in keinem Material, das nach außen geht.

Was stattdessen zählt

Drei Zahlen statt einer.

Keine davon ist neu erhoben. Sie standen schon im Sitzungsdatensatz und wurden pro Sitzung einmal angezeigt — nie verglichen, nie zusammengezählt.

Die Quote im ersten Versuch

Was auf Anhieb gelingt, ist etwas anderes als was am Ende stimmt. Für den Verlauf zählt, was ohne Umweg gelingt.

68 % 41 %
acht Sitzungen, dasselbe Mat

Der Hilfebedarf

Sinkt er bei gleicher Quote, hat sich etwas bewegt. Genau dieser Fall ist der häufigste — und in einer Prozentzahl unsichtbar.

2 9
abgerufene Hilfen je Sitzung

Die Stufe, auf der gearbeitet wurde

Bei level: auto bewegt sich das Material unter der Quote. 70 % auf „schwer“ sind etwas anderes als 90 % auf „leicht“ — ohne die Stufe daneben ist ein Verlauf irreführend.

zuletzt: schwer

Über zehn Sitzungen

Wenn die phonologischen zurückgehen und die semantischen bleiben, hat sich etwas verschoben.

Das würde keine Gesamtquote je zeigen. Die Ablenker-Arten stehen im Mat — semantisch, phonologisch, visuell, syntaktisch, nicht verwandt —, und erst über mehrere Sitzungen addiert werden sie zu einer Aussage.

Sitzung 1–5 Sitzung 6–10
phonologisch 27 → 14
semantisch 10 → 9
visuell 4 → 2

Erfundene Zahlen. Echte Zuordnungen erscheinen in keinem Material, das nach außen geht.

Über Sitzungen hinweg

Was sitzt, und was immer wiederkommt.

Zwei kurze Listen auf Item-Ebene. Die Daten liegen verschlüsselt in der Sitzung und werden beim Anzeigen zusammengezählt — es entsteht keine zweite Ablage mit Patientenbezug.

Sitzt

  • Stiefel5 von 5, im Schnitt 4 s
  • Gitarre4 von 4, zuletzt ohne Hilfe
  • Tisch6 von 6

Kommt immer wieder

  • Käfig3 von 7, immer phonologisch
  • Kanne2 von 6, zweimal mit Hilfe gelöst
  • Schere4 von 9, wechselnde Arten

Was hier nicht steht

Kein Befund. logoPad ist Übungsmaterial, kein Medizinprodukt. Es gibt keine Messung, keine Normwerte, keinen Vergleich mit einer Stichprobe. Was die Auswertung zeigt, ist, wie diese Aufgaben in diesen Sitzungen gelaufen sind — die fachliche Einordnung machst du.

Keine Eingaben. Gespeichert wird, ob und wie eine Aufgabe gelöst wurde, welche Fehler dabei auftraten und wie oft geübt wurde. Die Sitzungsdaten sind verschlüsselt abgelegt und nur der Praxis zugänglich, die die Patient:in in ihrer Verwaltung hat.

Das alles steht in der Akte, am nächsten Morgen.

Ohne Export, ohne Zwischenschritt — dort, wo du ohnehin nachsiehst, bevor die Stunde anfängt.

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